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In der psychologischen Praxis gibt es ein mächtiges Werkzeug zur persönlichen Heilung und Selbstakzeptanz, das oft übersehen wird – die Arbeit mit dem inneren Kind. Diese Methode erlaubt uns, tief in unsere emotionalen Wurzeln einzutauchen und das innere und verletzte Kind in uns selbst kennenzulernen, anzunehmen und zu heilen.
 

Warum das innere Kind?

Die Idee des inneren Kindes basiert auf der Erkenntnis, dass wir in schwierigen Situationen oft nicht in einer altersadäquaten Weise reagieren. Stattdessen verhalten wir uns wie kleine, unreife Kinder. Dies zeigt sich oft in Konflikten, sei es in der Partnerschaft oder im sozialen Umfeld. Erwachsene sollten in der Lage sein, Konflikte auf konstruktive Weise zu diskutieren. Doch stattdessen geraten sie oft in kindisches Verhalten, das an Streitszenen im Sandkasten erinnert.
 

Die Ursprünge unseres Verhaltens

Warum geschieht das? Weil unser Gehirn alte, ungelöste Erfahrungen aus der Kindheit wachruft, wenn ähnliche emotionale Situationen entstehen. Diese Erfahrungen hinterlassen nicht nur Bilder, sondern vor allem Gefühle, die unterdrückt und ungelöst geblieben sind. In Konflikten treten diese Gefühle wieder hervor und übernehmen die Kontrolle, während unser erwachsenes Denken aussetzt.
 

Die Macht der Arbeit mit dem Inneren Kind

Die Arbeit mit dem inneren Kind hat zum Ziel, dem Klienten bewusst zu machen, warum er sich in stressigen Situationen wie ein verletztes Kind verhält. Oftmals ist die erste Aufgabe, den Klienten zu fragen, wie er sich in solchen Momenten fühlt. Die Antwort lautet oft „klein und hilflos“. Das zeigt, dass in diesen Augenblicken das innere Kind aktiv ist und nach Aufmerksamkeit verlangt.
Heilung kann nur durch den Klienten selbst geschehen. Er muss erkennen, dass sein kindliches Verhalten in solchen Situationen normal ist und dass er dies nicht verhindern konnte. Durch die Annahme und Heilung des inneren Kindes kann er erwachsen in stressigen Situationen reagieren.
 

Die Gefahr der „dunklen Seite“

Allerdings gibt es eine „dunkle Seite“ der Arbeit mit dem inneren Kind. Manchmal wird diese Methode zur Art von Drogensucht, bei der das innere verletzte Kind immer mehr Aufmerksamkeit fordert. Dies kann zu einem frustrierenden und nie zufriedenstellenden Kreislauf führen. Dies nennt man in der Quantenpsychologie die dunkle Seite des inneren Kindes. Dieses Kind zieht uns dann ständig in seinen Bann, in eine Art Trance, die es zu durchschauen gilt!

 

Fazit

Die Arbeit mit dem inneren Kind ist also ein mächtiges Werkzeug zur Selbstheilung und Selbstakzeptanz, aber wie bei jedem Werkzeug sollte, sie mit Bedacht und unter professioneller Anleitung verwendet werden. Wenn sie jedoch auf die richtige Weise eingesetzt wird, kann sie uns helfen, unsere emotionalen Wunden zu heilen und unsere erwachsenen Reaktionen in stressigen Situationen zu stärken.